8. Dezember 2010

Hier in Boddhgaya wird heute gerade 900 Jahre KARMAPA gefeiert. Karmapa in seiner 17. Reinkaration seit 900 Jahren. Es ist nahe dem Tempel der Festkomplex aufgebaut. Ein riessiges Zelt fuer die Teachings in den naechsten Tagen und die Feier. Die Feier ist mit Musik und traditionellem Tibetischen Tanz, auch indischen Musik und verschiedensten Ansprachen gestaltet.
Karmapa fuehrt und ist Begruender der Kagyu Linie . Wobei das eher wie ein Stammbaumhalter zu sehen ist. Eigentlich ist er in dem Sinne kein Begruender. Die Kagyu Linie ist speziell sehr stark auf die praktische Umsetzung und die Meditationspraxis des Buddha Shakyamuni ausgerichtet.
Das hoehere Tantra ist z.B. ein bestandteil der Kagyu Linie.
Wobei es generell oft um die Kontrolle und das bewusste “steuern” der Gedanken und des Geistes geht. Das Ziel der Meditation ist zunaechst den unruhigen Geist zur stille und zur Konzentration zu bringen.
Wenn der Geist befaehigt ist konzentriert zu sein, ist es auch moeglich ihn in eine Richtung zu lenken und wie einen Laserstrhl gebuendelt einzusetzen.
Da ist ja immer die Frage, woran erkennt mann einen echten Meister? …..An seinen Taten.
Karmapa z.B. hat zur Motivation seiner Mitmenschen zum Aufbau eines Klosters als symbolische Zeichen, wie der Geist ueber die Materie herrscht, oder herrschen kann, seinen Handabruck nach einer oeffentlichen Zusammenkunft, wie der Grundsteinlegung in Stein hinterlassen.
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5. Dezember 2010

Bodhgaya ist der Ort, an dem Buddha unter einem Boddhi Baum seine Erleuchtung erlangt hat und auch andere Heilige Erleuchtung erfahren haben.
Nun teile ich mein Zimmer mit einem Moench fuer die naechsten 2 Tage. Wir haben auch glueck ein ganz guenstiges Zimmer gefunden zu haben. Getroffen haben wir uns im Zug und ich kann meine 1000Fragen los werden. Das ist eine ganz schoene Erfahrung.
In Bodhgaya sind ziemlich viel Menschen, weil wie schon erwaehnt das Molam Fest in 4 Tagen beginnt und Karmapa 3 Tage reden wird.
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3. Dezember 2010

Heute hatten wir unser letztes Teaching von Lobsang DAWA unserem Lama, der dem Dalai Lama seit 26 Jahren zur Seite steht und sehr eng mit ihm lebt. Die Stunden bei Lobsang Dawa waren fuer mich das intensivste an dem Aufenthalt hier in Dahramsala. Nicht so sehr, weil er so viel erzaehlt haette, vielmehr seine Art zu sein und zu leben haben mich sehr beruehrt. Heute kam z.B. ein Bettler zu ihm, der blind ist und dessen Kind vom Auto angefahren wurde und die Beine gebrochen hat. Er hat inbruenstig gebetet und Lobsang Dawa um Hilfe und auch Geld gebeten fuer eine Operation. Er braucht wohl 5000 Rupis und Lobsang Dawa hatte uns gerade erklaert, dass es nicht viel nutzt ueber Mitgefuehl und Naechsteliebe zu meditieren, sondern, dass die eigentliche Aufgabe darin besteht es in unserem Alltag da draussen zu leben.
Lobsang Dawa hat ihn ausfuerhlich angehoert und ihm dann das benoetigte Geld gegeben.
Lobsang Dawa lehrt unter anderem Nonnen, weil er der Meinung ist, dass die es sehr schwer haben an das Wissen zu gelangen.
Wie auch immer, er hat mich mit seiner immer strahlenden und leuchtenden Art sehr beruehrt.
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2. Dezember 2010

Heute war der letzte Teil der oeffendlichen Reden des Dalai Lama. Sie waren ja ganz speziell fuer russische Buddhisten ausgerichtet. Und tatsaechlich es waren viele russische Gaeste unter den Zuhoerern. Inzwischen weis ich es waren 8000 Leute. Die Fotos sind uebrigens original von den Teachings. Gestern war der Haupteil die Vervollstaendigung der Initiation. Heute dagegen gab es noch Unterricht fuer die praktische Umsetzung. Das war dann schon wieder spannender fuer mich, oder anders gesagt besser zu verstehen. Obwohl ich die Iniziation auch sehr interessant fand. Ich will hier nicht auf den genauen Inhalt eingehen, das ist glaube ich zu kompliziert. Was ich sagen kann, es ist sehr beeindrucken alleine mit den ca. 8000 Menschen gemeinsam bei einem Teaching vom Dalai Lama zu sein. Davon sind etwa die Haelfte Moenche und sehr viele Tibeter, die ich ja e so von Herzen mag. Das ist ein erhabenes Gefuehl. Und seine Worte sind oft die von Einfachheit und der Achtung vor einander und dem Respekt unseren Mitmenschen und Mitlebewesen gegenueber, da wir alle miteinader verbunden sind und ohne einander nicht leben koennen.
Auch, wenn die Iniziation sehr anspruchsvoll war, weil ebend wirklich fuer Eingeweihte in den Buddhismus, so sind seine Worte sonst einfach verstaendlich und fuer jedermann gedacht.
Morgen geht die Reise weiter nach Bodhgaya, wo ich dann den Karmapa treffen werde…
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30. November 2010
Der erste Tag der teachings vom Dalai Lama ist vorbei. Es sind echt viele viele Leute ca. 600-7000 und wir bekommen die Reden auf einem Radiosender auf Englisch uebersetzt. Ich muss mich hochgradig konzentrieren um die syncrinuebersetzung zu verstehen. Wenn mir das gelingt, dann ist es echt interessant.
Heute hat er erst einmal ueber die Grundlagen des Buddhismus geredet. Fuer diejenigen, die wollen gibt es auch eine Iniziation. Das geht aber ueber alle 3 Tage. Ein Teil der Iniziation ist auf die Traume, den Traum heute Nacht zu achten und dazu haben wir eine spezielle Anweisung bekommen. Wir beginnen am Morgen 9.00 und es geht dann bis 15.00.
Heute gibts keine Fotos, da ich den Fofoaperat zu hause lassen muss, weil es verboten ist den mit zu den Teachings zu nehmen……
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28. November 2010

Wenn alles nach meiner Planung verlaeuft, dann werde ich noch die Ehe haben diesem beiden hoehen buddistischen Meister persoenlich zu begegnen. Der Dalai Lama wird schon uebermorgen die ersten oeffentlichen Unterrichtungen geben und es kommen mehr und mehr Leute, um nicht zu sagen, es ist bald ueberfuellt hier.
Karmapa dagegen weilt schon in Bodhgaja, wo vom 12.-23. Dezember das MONLAM Fest gefeiert wird. Dafuer kommen viele buddhistische Lamas an diesen Ort, wo Buddha seine Erleuchtung erfahren hat. Ich habe mich entschieden dort als naechstes hin zu fahren.
Ich studiere so ganz langsam den Buddhismus und was ich so verstehe ist, dass die Kalupga Richtung, die der Dalai Lama angehoert eher theoretisch ist, das heisst, es ist viel Unterricht.
Die Richtung des Karmapa, ist eher praktisch ausgerichtet. Das finde ich sehr sympatisch. Deswegen freue ich mich auch schon auf den jungen Karmapa. Die Buecher, die ich von ihm bisher gefunden habe sind sehr leicht und lebensnah und das finde ich total gut…..
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25. November 2010
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18. November 2010
Ich habe mich von meiner Familie in Bakthapur verabschiedet und nun bekomme ich kein Fruhstueck mehr aufs Zimmer gebracht, keine Guaven mit Aepfeln und auch keinen Dal mit Gemuese und Reis mehr. Da ist auch kein Mandala mehr, was auf micm wartet und der kleine Buddha hat auch noch zu seiner Vollendung gefunden. Eigentlich kommt es mir wie ein kleines Wunder vor, dass ich das geschafft habe und dann auch noch in der recht kurzen Zeit. Mann hat mir inzwischen gesagt, dass andere daran 3 Monate malen. Das ist ebend auch der deutsche Ehrgeiz und das Durchhaltevermoegen. Ich hab auch echt nichts anderes gemacht und jede Minute mit Tageslicht genutzt. Ich bewundere ja die Nepali, wie die unter den wiedrigsten Umstaenden gluecklich und ausgeglichen leben. Z.B. der taegliche Stromausfall, der morgens 9.00 sein kann oder 17.00 oder wann auch immer………
Die letzten beiden Tage war ich in Kathmandu und habe unter anderem den Affentempel besucht und den Buddhagarden. Es geht nun weiter nach Indien nach Dharamsala. Ich fahre nun mit dem Bus und nicht mit dem Zug. Das erste Zwischenziel ist Dehli.
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14. November 2010

Vom Ausflug nach Narkot noch 2 Fotos……Meim Mandala wartet auf den letzten Schliff und es wird herausgezoegert…..heute wurde mein Vorbil-Beispielmadala gleich mal verkauft und eigentlich wollte ich das doch kaufen. Doch jetzt ist es zu spaet. Das geht jetzt nach Japan. Die Farbgebung ist ebend besonders schoen.
Mann sagt ja e immer, mein Mandala hat Magie und inzwischen beaeugen auch die umliegenden Thankapainginschoolmeister mein Werk und alle sind ganz erstaunt, was ich mir als Erstlingswerk zugetraut habe. Das ist eines der schwierigsten Motive. Es hat aber trotzdem noch meine Handschrift, es ist irgendwie lebendiger wie die Anderen und auch farbenfroher um nicht zu sagen ein bischen lustiger. Ich weis auch nicht, wie ich das hin bekommen habe. Aber, das sieht mann nur im Original.
So, da ich ja nun schon zum eingeuebten Team gehoere male ich doch noch einen kleinen Buddha. Das geht jetzt ganz schoen schnell und ich hab so meine eigenen Vorstellungen wie ich die Farben und den Hintergrund haben will.
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13. November 2010
Ich war heute mit 3 Kindern meiner Familie in Narakot. Von dort hat mann einen fantastischen Blick auf die Berge, wenn mann gute Sicht und keine Wolken hat. Leider hatten wir nicht so gute Sicht. Trotzdem war es wunderschoen und die Kinder sind ganz gluecklich, wenn auch geschafft, weil die so was sonst nie machen. Die Eltern sind halt so viel in dem Thanka Painting Shop, und dann ist das bei 7 Kindern auch gar nicht so einfach. Aber heute war Samstag und das ist so was wie der Sonntag bei uns und das ist eine gute Gelegenheit.
Ansonsten ist mein Mandala fast fertig. Ich werde allerdings nicht so einfach gehen gelassen. Am liebsten wuerde mann mich noch bis zum Ende meines Visums hier behalten und ich kann auch noch einen kleinen Buddha malen, wenn ich will……..die verstehen nur sehr schwer, was ich in den Bergen und in der Natur will. Es ist nur noch 1 Woche Zeit und das ist fast zu kurz fuer einen laengeren Aufendhalt in den Bergen…..Na ja, dann gehts ja nach Dharamsala und das ist auch in den Bergen.
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