6. November 2010
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4. November 2010
Gestern war ich in Kahtmandu um das Indienvisa zu beantragen. Das sind so die kleinen Dinge am Rande einer Reise, die immer wieder mit beachtet werden muessen. Immerhin, es dauert eine Woche. Das Zugticket fuer die Weiterreise nach Indien gibt es schon nur noch fuer den 26.November. Das ist eigentich schon zu spaet fuer mein Monatsvisum……na da findet sich noch ein Loesung. Es gibt wohl 2 Tage vorher noch ein paar Tickets…..
Aber jetzt sind wir ja erst mal noch beim Thankapainting und das dauert auch noch ne Weile. In meiner Familie fuehle ich mich immer wohler und zu Hause. Durch das Festival ist die ganze 10 koepfige Familie zusammen. Mir werden Loecher in den Bauch gefragt ueber Deutschland und die Welt. Lustig ist, dass ein riesen Poster mit den Schweizer Alpen an der Wand haengt- und dabei haben die hier viel schoenere Berg, die mann sogar von der Dachterasse aus sehen kann. Aber so ist das ebend, mann will immer das haben, was mann nicht hat.
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31. Oktober 2010

Ich bin inzwischen in Bhaktapur und male an einem Kalachakramandala. Die Fotos zeigen den Stand der Dinge….Das ist eine echt schoene Aufgabe und ich habe noch nie so lange und detailiert an einem Kunstwerk. Dieses Mandala ist eigentlich der Grundriss eines 3 Dimensionalen Gebaeudes und gleichzeitig verehrt es 722 Gottheiten…..Thashi ist eigentlich Tibeter und Buddhist und mein Lehrer - Lama und Meister im Moment. Ich wohne mit in seiner Familie mit seinen 6 Kindern, die eher Erwachsene sind von 10- 28 und kann somit auch mal richtig Nepalesisches Familienleben geniessen. Hier ist etwa jeden zweiten Abend kein Strom. Das ist die Stromsparpolitik des Landes. Die Leute hier wissen immer , wenn es dann abgeschalten wird, wird es dann und dann wieder aneschalten….nun ja ich werde von daher vielleicht nicht so viel schreiben in den naechsten Tagen. Es dauert vorraussichtlich 21 Tage, bis mein Mandala fertig ist und eine Woche ist schon vorbei…..
Bhaktabur ist eine historische Stadt mit ca 100 Tempeln, die meist hinduistisch sind und liegt 14 km von Kathmandu. Ich geniesse die ruhe und das einfache Familienleben. Die Familie kuemmert sich ganz ruehrend um mich und ich werde mit bekocht, habe mein eigenes Zimmer mit Balkon und bekomme alles, was ich so brauche. Ich lerne auf diese Weise auch alle Nachbarn und Inhaber der Nachbarlaeden kennen und alle sind immer ganz neugierig zu wissen, wer ich denn bin.
(Martina ist uebrigens auch ein Name in Nepal und in Indien und alle freuen sich immer, weil er wohl so etwas wie die Liebe heisst.)
Das malen ist eher wie eine Meditation und bringt mich ganz schoen zur Ruhe und Gelassenheit.
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25. Oktober 2010
Und schon bin ich in Kathmandu. Die letzten Tage waren voll von Eindruecken und Erlebnissen. Ich bin zutiefst geruehrt von Tibet und den Tibetern und es faellt mir der Abschied von Tibet sehr schwer, da ich eine tiefe Vertrautheit und Verbundenheit zu diesem Land empfinde. Ich ahne schon, ich muss noch mal wiederkommen. Jetzt weis ich ja, wie es geht mit dem Reisen in Tibet. Ich haette sehr gerne oft noch viel mehr Zeit gehabt an den schoensten Plaetzen dieser Reise….wir hatten immer wieder ganz viel Glueck mit dem Wetter. So ein toller wolkenfreier Blick auf den Mt. Everest ist ein riesiges Glueck und nach dem Sonnenaufgang ist es auch nicht mehr so kalt. Wir sind schon 5.00 gestartet um den Sonnenaufgang am Mt. Everest Basecamp zu erleben. Da war es allerdings eisig kalt und windig. Am Kloster Rongbuk aus ist der Blick schoener und auch nicht mehr so kalt. Eigentlich wollten wir im Kloster schlafen, aber der Strassenbau hat uns 2 Stunden Stau beschert und wir sind auch so erst mitternacht beim Onkel von unserem Reiseleiter angekommen. Dort konnten wir wenigstens ganz schoen warm in der Kueche schlafen.
Kurz einiges zu den Fotos: Das erste ist ganz klar, der Hoechste Berg der Welt der Mt. Everest vom Kloster Rongbuk, dem hoechsten Kloster der Welt auf 4980 m aus aufgenommen. Dann: ich mit dem Mt. Everest im Hintergrund. Das gibt mir ganz viel Kraft….hmmmm. Es folgt ein Blick auf die gigantische Kulisse der majestaetischen schneebedeckten sieben- und achttausendern vom Pang La Pass aus geblickt. anschliessend 3 Fotos vom Kambum Choerten, einem 3 dimensionalen Mandala. Bei der Begehung dieses Tempels durchlaeuft mann symbolisch den buddhistischen Erloesungsweg bis ins Nirvana….es folgen 2 Fotos vom Kloster Tashilhunpo, dem Sitz des Panchen Lama in Shingatse. Dieses Kloster birgt unter anderem eine riesige Skulptur des Zukunftsbuddhas Maiteya…….und das letzte ist ein Foto von Danzen, unserem Reiseleiter mit seinem Vater und seiner 3 Monate jungen Schwester, die am Fusse des Mt. Everest leben…
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20. Oktober 2010
Die Bilder sprechen eigentlich schon fuer sich und ich muss da gar nicht viel zu sagen, oder?
Das ist unser 2 Tagesausflug zum Namso Lake, dem hochsten Salzsee der Welt auf 4.718m ueber dem Meeresspiegel.
Wir hatten unglaublich Glueck mit dem Wetter. Nur blauer Himmel und Sonnenschein. Ein atemberaubender Sonnenuntergang und ein genauso traumhaft schoener Sonnenaufgang. Dafuer ist die Zeit dazwischen arschkalt und die Nacht mit Minusgraden in Containerunterkuenften auf Klappbetten eher eine Qual. Aber, die Naturschoenheit entschaedigt ungemein und das Licht und die Weite der Landschaft kann ich unendlich geniessen. Ich verstehe jetzt, was Tibet heisst. Eigentlich laesst sich das nicht beschreiben. Es hat sehr viel mit dem Licht, den Farben, der intensiven Sonne und der atemberaubenden Schoenheit der Natur zu tun. Das zu erleben, auch wenn es nur kurz ist, ist ein riessengrosses Geschenk fuer mich und ich bin unendlich erfuellt von Dankbarkeit.
Der Namtso Lake ist einer der heiligen Seen in Tibet. Wobei fuer die Tibeter alle Seen heilig sind. Sie glauben, dass in den Seen auch Seedevas leben und diese gilt es zu ehren und zu heiligen und zu respektiren. Sie gehen auch nicht in einen solchen See baden oder essen auch keinen Fisch. Den essen sie generell nicht ebend deswegen. Unser Reiseleiter hat erzaehlt, dass ein Freund von ihm in einem solchen heiligen See baden war und danach uebelsten Hautausschlag bekommen hat und ein anderer Freund, der Fisch aus einem heiligen See gegessen hat sogar daran gestorben ist. So ist der Glaube der Tibeter……
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19. Oktober 2010

Endlich bin ich in Tibet! Das macht mich ganz sehr gluecklich. Da ist die Frage, wie hat es nun doch noch mit meiner Tibetreise geklappt? Ich habe endlich herausgefunden, wer der guenstigste Anbieter ist von Tibetreisen in Chengdu und dann musste ich noch eine passende Gruppe finden. Passend in sofern, dass wir alle gemeinsam am Ende an die Grenze nach Nepal reisen und die Reiserute muss auch noch stimmen. Das hat eine Weile gedauert und ich waere sonst auch nicht so lange in Chengdu geblieben. Nun sind wir 8 Leute und Antje fuer die 3 Tage Lhasa dazu. Unsere Reiserute ist genau festgelegt und es gibt da nicht viele Moeglichkeiten etwas zu aendern. Das macht es auf der einen Seite sehr leicht, auf der anderen Seite ahne ich schon werde ich mir manchmal einfach mehr Zeit wuenschen……
Die Zugfahrt mit der hoechsten Bahnstrecke der Welt und einem Pass ueber 5200m Hoehe war sehr beeindrucken, weil die Landschaft total schoen ist und wir nur Sonnenschein hatten. Ich reise nurn mit 8 Leuten. Das hat Vorteile und Nachteile. Es ist eine recht junge Gruppe. Ich bin die aelteste…..nun ja. Unser Guide - Reiseleiter ist ganz toll. Auch ein junger Typ mit 23. Aber er ist ein echter Tibeter mit viel tibetischem Wissen und in buddhistischer Tradition. Von daher bekomme ich viele Informationen auch so nebenbei. Da hab ich echt glueck. Wir haben die wichtigsten Tempel besucht. Doch Lhasa gibt mir ganz viel Kraft, einfach diese Luft von Gebeten getraenkter Athmosphaere. Die vielen betenden Tibeter und Tibeterinnen, die um den Linkor wandern oder auf dem Barkor um den Jorkhang und die Tempel sind Atemberarbend mit den vielen Statuen von Buddhas.
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13. Oktober 2010
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12. Oktober 2010
Ich bin seit 3 Tagen wieder in Chengdu und es ist wie nach Hause kommen. Ich kenne den Weg, fahre mit dem Bus ins Hostel, alle freuen sich mich wieder zu sehen…..Das LOFT HOSTEL ist eines der besten Hostels in der Gegend und ich fuehle mich hier echt pudelwohl. Dazu kommt, die Thai Chigruppe hat sich riesig gefreut, als ich wieder da war und wir haben immer wieder viel Spass miteinander. Am 14. Oktober geht es nun weiter nach Lhasa mit dem Zug und dann 10 Tage Tibet mit dem Mt. Everest Basecamp und dem Ende der Reise an der Grenze zu Nepal………wir sind 6 Leute in der Gruppe und ich freue mich drauf - das koennt ihr mir glauben. Ich koennte noch Wochen und Monate hier in der Gegend mit Reisen verbringen. Es ist echt eine tolle Gegend. Doch, wie es ist, “wir sind ja gekommen um weiter zu gehen….” ( Reinhard May)
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7. Oktober 2010

Ganz lieben Dank fuer die vielen Geburtstagsgruesse…….ich hatte einen Tag, der mit Schnee begann, dann aber auch viel Sonnenschein auf 3000m Hoehe mit lieben Menschen und natuerlich den Tibetern, so wie ihr sie hier in den Fotos sehen koennt. Nun bin ich gerade zurueck gekommen von dieser echt tollen Reise fuer eine Woche nach Tagong und Danba. Ich koennte noch ganz viele schoene Fotos hochladen…….Es war recht kalt in Tagong in den “graslands” und es hat das erste mal in der Saison geschneit. Nun gibt es da in den Unterkuenften keine Heizung und es ist auch eher eine luftige Holzkonstruktion. In der Gegend um Tagong gibt es 14 Kloester und ich habe einige davon besucht. Ich hatte immer wieder ganz ueberraschende Momente. Die Moenche im Kloster haben mich zum Mittagessen eingeladen. Es gab Momos, was ja ein typisch tibetisches Essen ist. Natuerlich Vegetarische Fuellung und Buttertee. Als ich den Klosterhof betrat habenn sie gerade die Momos gemacht und ganz viel dabei beplappert und gelacht. Das war echt schoen. Dann durfte ich sehen, wie sie ihre “heiligen Gegenstaende” herstellen.
In einem anderen Kloster habe ich den Tibeterinnen bei ihren Gebeten zugeschaut, wie sie sich der laenge nach auf den Boden werfen und wieder aufstehen und als mich das sehr beruehrt hat und ich so eine Weile zugesehen habe, haben sie mich eingeladen mit zu machen. Okay, ich habe mit gebetet und dann wollten sie alles mit mir tauschen, meine Schuhe, mein Ring, meine Ohrringe, meine Jacke….nun, die Schuhe waren zu klein, bzw meine zu gross, der Ring passte nicht, am Ende haben wir die Socken getauscht und es war einfach schoen mitten im Tempel mit den Tibeterinnen. Dann war ich ja einen Tag reiten ueber die Graslands. Einfach toll. Das Mittagessen gab es dann in der Yak-Jurte. Das Feuer in der Mitte macht es wunderbar warm. Gefeuert wird mit Yakschitt. Dann gibt es Yakbuttertee, Yakjogurt, der recht streng schmeckt und Yakbutter. Dazu Tibetisches Brot. Ich geniesse dieses urspruengliche Leben sehr. In Tagong habe ich dasGefuehl wie in einem Film zu sein, ich kann das gar nicht glauben, die Tibeter in ihren wundervollen Trachten, auf den Pferden, galoppieren ueber den Marktplatz, die Haeuser in ihrem traditionellen Stil….einfach ganz ganz bezaubernd.Die Tibeter sind echt sehr schoene Menschen.Siesind auch recht gross und haben oft etwas laengere Haare, was sie sehr natuerlich erscheinen laesst.
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29. September 2010

Ich bin erst einmal zurueck von der Reise in der tibetischen Gegend Yunans und Sichuan. Eigentlich wollte ich jetzt weiter nach Tibet, aber leider hat es nicht mehr geklappt, weil hier vom 1.-8. Oktober Ferien sind und in der Zeit die Permitstellen nicht arbeiten…..Shangrila hat eine sehr schoene Altstadt, aber ist sonst eine recht grosse und auch moderne Stadt.
Dennoch ich habe mich da sehr sehr wohl gefuehlt und manchmal sind es die kleinen Dinge am Wegesrand, wie ein doppelter Regenbogen am Himmel, ein Gespraech mit Haenden und Fuessen mit einem Moench oder auch nur das gemeinsame Zusammensein mit den tibetischen Menschen. Ich muss sagen, ich finde die Tibeter ja total schoe Menschen. Manchnmal komme ich mir vor wie in einer Filmszene. Die Menschen in ihrer traditionellen Kleidung, dazu die Yacks, auch die schwarzen Yackhaarzelte stehen in der wunderschoenen Lanschaft. Dazu die vielen schoenen typischen in weiss gestrichen Haeuser und die farbenpraechtigen Fenster und Fassaden. Das Reisen in den Bussen ist nicht gerade konfortabel und es gibt auch mal eine Reifenpanne oder das Kuehlwasser fehlt. Der ganze Buss steigt aus und es wird eine halbe Stunde gabaut.Doch fuer mich gibt es immer wieder viel zu entdecken und zu sehen. Ich atme die Atmosphaere ein und geniesse es einfach mit den Tibetern und Chinesen da zu sein.Ich werde auch unterwegs immer mal wieder eingeladen und alle sind bemueht mir zu helfen, was immer ich brauch, ob ein Busticket, ein Foto von den Menschen oder ein Telefonanruf, um meine naechste Unterkunft zu buchen…….
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